Hotel Scandinavia Campo S. Maria Formosa, Castello 5240
30122 Venice, Italy

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Der Name Skandinavien scheint nichts mit der Republik Venedig gemeinsam zu haben, aber in Wirklichkeit ist diesnicht so. Schon in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhundertsfanden sich die Kaufleute der Lagunenstadt zu homogenen Gruppen zusammen, die im baltischen Meer und in der Nordsee aufrechten und aktiven Handel betrieben, um ihre erworbenen Positionen dort zu erhalten. Der Handel sah Seetransporte der verschiedensten Waren vor, von Gewürzen , die Venedig aus dem Orient geholt hatte, bis hin zu kostbaren Stoffen, Heringen und gegerbtem Leder, welches in den skandinavischen Ländern mit Geschick produziert wurde. Der Austausch verstärkte sich dank der Formierung der Hansa bis ca. 1450 sehr, die den Handel in Nordeuropa stetig bewahrt hat. Diverse Regionen eröffneten steinerne Schutzhütten als „Büros“ in Venedig, wo sortiert, gelagert und die Handelswaren verbucht wurden. Die berühmtesten sind jene der Deutschen, aber es existieren auch kleinere und wenig bekanntere, nämlich jene der Russen, der Bevölkerung aus Flandern oder Finnland. In der Geschichte wurde nun auch ein neuer Typus von Schiffen verwendet, der auch in den Werkstätten des Venezianischen Waffenarsenals erzeugt wurde: „Die Kokosnuss“ – ein großes Transportschiff mit herausragender Form, bei dem der Schiffsrumpf einem Tropfen gleichkommt, hin zum Bug länger und schmäler zum Heck werdend, so wie ein kampfbereites, hohes Schloss, tauglich, auch dem schwierigen norditalienische Meer entgegenzuhalten.

Die Familie, die in diesem Zeitalter in unserem Palast gewohnt hat, hat sich auch Aufzeichnungen vom damaligen Handel mit den skandinavischen Regionen erhalten. Während einiger Restaurierungsarbeiten im Palast sind Originalmauern der byzantinischen Epoche und zwei spezielle Darstellungen (verdeckte Wasser - Anlegestellen, die das Laden und Entladen der Handelswaren direkt vom Boot in die Magazine zeigt) zum Vorschein gekommen. Aufgerollt mit Sorgfalt wurden sie im Gebälk des Dachbodens gefunden, ebenso zwei Manuskripte, die den Kauf von Silbermünzen zum Tausch mit Finnland beurkunden. Dies alles bekräftigt und erhält die Präsenz der Händler aufrecht, die das enge Verhältnis mit Skandinavien bereits seit den goldenen Zeiten der Republik Venedig erhält.

Wir hoffen, dass wir mit diesen kurzen historischen Hinweisen unsere Gäste in den wahren Geist der venezianischen Kultur eintauchen lassen konnten, sind jedoch überzeugt, dass sie in einem gutbürgerlichen, aber unverfälschten Ambiente beherbergt sind.
So ist nun über den auserlesenen Namen für das Hotel ein wenig Licht ins Dunkel gebracht worden, vor allem für all jene Gäste, die uns oft schon nach Erklärungen bezüglich des Beinamens gefragt haben. Die Familie Tinacci besitzt das Hotel nun schon seit langer Zeit und hat es von einem Unternehmer skandinavischen Ursprungs gekauft, der auch in der heutigen Zeit den Handel mit den nordischen Ländern fortsetzt. So ist das Hotel im Besonderen für Stammgäste aus den kalten Ländern empfänglich, aber auch für Gäste aus aller Herren Länder.

Das Hotel hat sich eine stimmige Einrichtung mit einer venezianischen Atmosphäre zum Zeichen gemacht, möbliert im Stil des 18. Jahrhunderts von Handwerkern von hohem Ansehen, wobei hochwertige Brokate verwendet werden, Lampen geformt von Glaskünstlern aus Murano und durchdie vielfältigen Phasen der Renovierung gelangen dekorative Elemente mit Struktur in den Vordergrund, die aus dem goldenen Zeitalter der Republik Venedig stammen. Inden unteren Stockwerken des Palastes, mit dem Zweck die Wände der Zimmer zu verhübschen, wurden geographische, antike Drucke gewählt, die in ganz Europa hergestellt wurden, Abzüge von Radierungen von Canaletto und Reproduktionen von Gemälden venezianischer Künstler, um die Verbindung zwischen der Lagunenstadt und dem Rest der Welt zu unterstreichen. In den höhergelegenen Stockwerken werden zeitgenössische Gemälde der privaten Sammlung der Familie Tanacci präsentiert.